11 Tipps für Spaziergang durch Berlin Kreuzberg& Friedrichshain
Tertianum Rundgang durch Friedrichshain-Kreuzberg

11 Empfehlungen für einen altersfreundlichen Stadtspaziergang durch Berlin Kreuzberg & Friedrichshain

Die Inhalte dieses Artikels sind in Zusammenarbeit mit dem Callwey-Verlag entstanden.
Blick von Aussitzsplatz im Viktoriapark in Berlin Kreuzberg

Der Aussichtsplatz im Viktoriapark gibt dem Berliner Bezirk seinen Namen: Der Kreuzberg. © Amanda Waldeck

Mit »Reisen kennt kein Alter« erschienen erstmalig kuratierte Reiseführer für Ältere, bei denen das Reisen im dritten Lebensabschnitt im Zentrum steht. Eine Veröffentlichung anlässlich des 20. Jubiläums der Tertianum Premium Residences und aus Überzeugung, dass es stets bereichernd ist, Neues zu entdecken – egal in welchem Alter. Nachfolgend präsentieren wir Ihnen einen Kapitelausschnitt aus »Berlin – Reisen kennt kein Alter«. Anhand von 11 ausgewählten Empfehlungen führen wir Sie durch den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit Stopps an beliebten Sehenswürdigkeiten.

Der weite Blick vom Kreuzberg

Erreicht man den steilen Aufstieg über verschlungene Pfade der gebirgsähnlichen Landschaftsinszenierung des Viktoriaparks, bietet sich vom Gipfel des Kreuzberges ein erhobener Blick über den Stadtteil Kreuzberg und in die Ferne – durch die Spree getrennt – über das angrenzende Friedrichshain. Die zwei schillernden Quartiere, zusammengewachsen nach der Wende, sind Tempel für Kreative, Horte für Sterneköche, Schutzraum für Alternative und Heimat für Kulturen aus aller Welt. Rechts und links der neobarocken Oberbaumbrücke – eine der schönsten der 916 Brücken Berlins – gibt es viel zu entdecken.

Alte Industriegebäude, mystische Friedhöfe und ein Streifzug durch die Vielfalt der Weltstadt

Er ist einer der homogensten Stadtteile innerhalb eines Stadtteils: der Bergmann-Kiez in Kreuzberg. Von den Bomben im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont, ist die Gegend an und um die Bergmannstraße ein Stück nostalgisches Berlin. Wir starten unseren gemütlichen Spaziergang an der Marheineke Markthalle mit ihren Bio-Läden und Feinkostständen, in denen Spezialitäten aus aller Welt feilgeboten werden (meine-markthalle.de). Dann geht es Richtung Bergmannstraße zum Café Strauss. Olga und Martin Strauss bieten in der ehemaligen Aussegnungskapelle des Friedrichwerderschen Friedhofes selbstgerösteten Kaffee, Roggenbrot mit hausgemachten Aufstrichen sowie Torten und Kuchen. Was hier besonders sehenswert ist? Das Glaushaus im Jugendstil.

Blick auf die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain & Kreuzberg - architektonischer Höhepunkt beim Stadtspaziergang durch Berlin

Die neobarocke Oberbaumbrücke an der Grenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg – eine der schönsten Brücken Berlins.

Gleich um die Ecke liegt der Eingang zum Luisenstädtischen Friedhof, dem größten der vier nebeneinanderliegenden Friedhöfe mit Ruhestätten bekannter Persönlichkeiten, darunter Martin Gropius, Gustav Stresemann und Theodor Mommsen. Von hier ist es nicht weit bis zur Willibald-Alexis-Straße über die man den Wasserturm aus dem späten 19. Jahrhundert erreicht. Er versorgte einst die Bewohner des damals gerade entstehen-den Quartiers. Jetzt bietet es sich an, eine kleine Pause einzulegen. Ganz in der Nähe gibt es Stullen und Labskaus in der Volkswirtschaft Peter Schlemihl, benannt nach dem Held des Büchleins von Adelbert von Chamisso »Peter Schlemihls wundersame Geschichte« (Willibald-Alexis-Straße 25; peter-schlemihl.com). Jeden Samstag kann man sich im Kiez einem ganz großen Genuss hingeben: Auf dem wunderschönen Chamissoplatz findet dann ein Öko-Markt statt, auf dem frische Lebensmittel aus der Brandenburger Region verkauft werden. Von dort wieder zurück auf der Bergmannstraße, vorbei an kleinen Kneipen und Trödelläden, darf man auf keinen Fall Barcomi’s Kaffeerösterei verpassen. Dort gibt es hausgerösteten Kaffee, Bagels, Muffins und den besten New York Cheesecake diesseits des Atlantiks! Cynthia Barcomi hat in ihrer Wahlheimat Berlin ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht (Bergmannstraße 21; barcomis.de).

Gäste genießen einen Kaffee in Barcomi’s Kaffeerösterei

Kaffee ist Cynthia Barcomis große Leidenschaft. © Mario Heller

Danach geht es direkt weiter in die Nostitzstraße. Sie führt direkt zu einem der schönsten und am besten erhaltenen Altbauviertel Berlins, inklusive Kopfsteinpflaster und alten Gaslaternen. Die Straße steigt ein wenig an, lassen Sie sich Zeit, genießen Sie das altberlinische Flair. Unser Rundgang durch den Bergmann-Kiez endet am Mehringdamm, wo sich ein Blick in die Hinterhöfe lohnt, zum Beispiel auf das sanierte Gebäude der ehemaligen Schokoladenfabrik Sarotti.

Ein besonderer Tipp: Das levanetische Restaurant “Kreuzberger Himmel” und was daran so besonders ist.

Im Herbst 2015 mietete der Journalist und Autor Andreas Tölke Wohnungen für Flüchtlinge an und gründete den Hilfsverein »Be an Angel«. Drei Jahre später eröffnete er mit einem Team von sechs Flüchtlingen in einem Ladenlokal der Kirchengemeinde Sankt Bonifatius in Kreuzberg das herausragende levantinische Restaurant Kreuzberger Himmel – für seine Schützlinge das Sprungbrett in eine reguläre Ausbildung. “Was als optimistisches Experiment startete, hat sich zu einem gelungenen Betrieb entwickelt.”, so der Autor selbst.

Blick in den Gastraum des

Im »Kreuzberger Himmel« gibt es herausragende syrische Küche und herzliche Bedienung dazu. ©Kreuzberger Himmel

Und was denkt Andreas Tölke sonst noch so über den Bergmannkiez?

“Hier gibt es einiges zu entdecken: Von den Bausünden der 70-er, über klassizistische Gründerzeitarchitektur und ganz viel Grün, bis hin zu einem repräsentativen Querschnitt durch die Berliner Bevölkerung. Also Türken, Araber, Asiaten, Afrikaner und natürlich die alt eingesessenen Berliner mit ihren »Hackenporsches «, den Einkaufs-Trolleys. Das Ziel, die Bergmannstrasse, ist Hotspot und Flaniermeile. Hier ist, im Kontrast zur alternativen Oranienstraße, das hippe Kreuzberg zuhause. Alle sind ein bisschen schicker, irgendwie etwas mehr Mitte. Mein Lieblingsplatz, den ich initiieren durfte, ist natürlich das Restaurant Kreuzberger Himmel. Seit Januar 2018 bewirten hier Geflüchtete aus sechs Ländern die Gäste (kreuzberger-himmel.de).”

Blick auf den Wasserfall am Kreuzberg im Viktoriapark

Ganz versteckt und doch so berühmt: Der Wasserfall am Kreuzberg im Viktoriapark.

Auf einem Blick: Unsere Tipps in Kreuzberg & Friedrichshain
  • 1
    Marheineke Markthalle, Marheinekeplatz 15
  • 2
    Café Strauß, Bergmannstraße 42
  • 3
    Luisenstädtische Friedhof, Züllichauer Straße 37
  • 4
    Wasserturm, Kopischstraße 7
  • 5
    Peter Schlemihl, Willibald-Alexis-Straße 25
  • 6
    Chamissoplatz
  • 7
    Barcomi’s Kaffeerösterei, Bergmannstraße 21
  • 8
    Nostizstraße
  • 9
    Schokoladenfabrik Sarotti-Höfe, Mehringdamm 53 – 57
  • 10
    Kreuzberger Himmel, Yorckstraße 89
  • 11
    Viktoriapark
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Wussten Sie… ?

… dass zwischen dem Arkonaplatz, dem Vinetaplatz und der Stralsunder Straße in Prenzlauer Berg am 25. Juli 1892 Hertha BSC gegründet wurde? Die Teenager Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz formierten den Fußballklub. Da von abgesehen ist der Arkonaplatz einer der beschaulichsten Orte im Kiez.

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