Auf die richtige Pflege kommt es an

Die Herausforderungen an Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte

Eine bedarfsgerechte Pflege ist in aller Munde und auch in den Tertianum Premium Residences ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Wir werden immer älter und die Generation 65+ wächst stetig. Sobald der Zeitpunkt kommt, dass Hilfe benötigt wird, ist es wichtig zunächst einen Überblick über vorhandene Angebote und Entwicklungen zu erhalten. Die Pflegebedürftigen, Angehörigen, Arbeitgeber oder Mitarbeiter in der Pflege stehen allerdings vor großen Herausforderungen.
Aktuelle Zahlen: Wer wird wo gepflegt?

Zahlen sprechen immer eine deutliche Sprache. Aktuell sind 22 Mio. Menschen in Deutschland älter als 60 Jahre. Über alle Altersgruppen hinweg wurden 2017 rund 3,4 Millionen Menschen auf verschiedene Arten in unterschiedlicher Intensität, entweder Zuhause oder in dafür ausgerichteten Einrichtungen von 765.000 Pflegekräften gepflegt.

Herausforderungen für Menschen, die Pflege benötigen

Nach zahlreichen Gesprächen in den Tertianum Residenzen Berlin, München und Konstanz können wir empfehlen, sich rechtzeitig mit dem Thema Pflege auseinander zu setzen. Dazu sollte jeder seine persönlichen Wünsche, den eigenen Anspruch und die finanziellen Möglichkeiten kennen, um eine gezielte Auswahl der passenden Leistung und Institution treffen zu können. Eine Internet-Recherche sowie persönliche Gespräche vor Ort sind notwendige Bausteine auf dem Weg zur Entscheidung für eine seriöse und vertrauenswürdige Pflege.

Für jeden, der pflegerische Leistungen benötigt, sind die regionalen Pflegestützpunkte wichtige Beratungsstellen, die bei allen Fragestellungen rund um die Pflege mit Erfahrung und Kompetenz unterstützen können.

Herausforderungen für Angehörige

Die Angehörigen nehmen in der Pflege unterschiedliche Positionen ein, ob als enger Berater der pflegebedürftigen Person im Entscheidungsprozess oder pflegender Angehöriger als feste Bezugsperson und Unterstützer in der Pflege. Es sind weitreichende Entscheidungen, die mit guter Beratung und einer intensiven Auseinandersetzung überlegt getroffen werden können.

Herausforderungen für Anbieter pflegerischer Leistungen

Aus eigener Erfahrung in der Tertianum-Gruppe sehen wir auf Anbieterseite die folgenden drei Punkte als die größten Herausforderungen:

Differenzierung

Wer sich im Meer von Pflegeanbietern und in einer Branche mit nicht immer bestem Ruf differenzieren will, kann das nur durch ausgezeichnete Qualität der pflegerischen Leistung und durch ausreichend honorierte Zeit tun, die Raum für Menschlichkeit in diesem sozialen Beruf zulässt.

Förderung des Pflegepersonals

Durch die komplexen Anforderungen im Pflegeberuf und die fordernde und anspruchsvolle soziale Aufgabe, kommt der Förderung der persönlichen Fähigkeiten des Personals neben einer permanenten Qualifizierung eine wachsende Bedeutung zu.

Rekrutierung von qualifiziertem, motivierten Pflegepersonal

Das passende Pflegepersonal ist generell der Schlüssel für eine würde- und liebevolle Pflege. Doch um den geschätzten Bedarf von zusätzlichen 370.000 Pflegekräften bis 2050 decken zu können, sind neue Wege für die  Rekrutierung von Mitarbeitern erforderlich, um qualifiziertes und motiviertes Pflegepersonal zu gewinnen und zu halten.

Herausforderungen für Pflegekräfte

Für Menschen, die einen sozialen Beruf ergreifen, sind das Umfeld und die Arbeitsatmosphäre genauso wichtig zum Wohlfühlen, wie die persönliche und monetäre Anerkennung der intensiven Leistung, die sie täglich erbringen. Einen Arbeitgeber zu finden, der ein ausgewogenes Gesamtpaket bietet, ist für viele Pflegekräfte eine echte Herausforderung.

Es gibt viel zu tun

Nicht ohne Grund hat sich auch die Bundesregierung die Pflege als Schwerpunktthema im Koalitionsvertrag auf die Agenda gesetzt.

Genügend Personal: Um den permanent wachsenden Bedarf an Pflegeleistungen decken zu können, müssen ausreichend Fachkräfte ausgebildet und für den Pflegeberuf begeistert werden.

Pflegende Angehörige: Eine große Stütze des Pflegesystems in Deutschland sind die Angehörigen, denn sie versorgen in Summe 76% der Pflegebedürftigen in Deutschland im eigenen Zuhause. Sie müssen hierfür mehr Anerkennung und Unterstützung erfahren.

Digitalisierung: Die Konzentration auf das Wesentliche, also die Pflege selbst, sowie Prävention und Erleichterung der täglichen Arbeit sind die wichtigsten Motivatoren für mehr Digitalisierung in der Pflege.

Es wird deutlich, dass die Herausforderungen groß und vielschichtig sind und nur mit guten Konzepten und einer konsequenten Umsetzung erfolgreich zu realisieren sind.