Wie ändern sich Wohnbedürfnisse der Generation 60+? | Tertianum
Menü
Hochschulstudie in Kooperation mit der HWR Berlin

Wie verändern sich die Wohnbedürfnisse der Generation 60+?

Wohnbedürfnisse der Generation 60+ - In Decke gehüllte Seniorin steht in geöffneter Balkontür und genießt eine Tasse Kaffe

Wie verändern sich die Wohnbedürfnisse der Generation 60+?

Amelie Drews, Head of Marketing & PR der Tertianum Premium Group, beschäftigt sich seit Langem mit dieser Frage und verfolgt jede Studie und Statistik zu diesem Thema mit Spannung. Denn tiefere Einblicke in die Wohnbedürfnisse der Generation 60+ in Deutschland sind bis heute rar. Daher hat die DPF Group als Muttergesellschaft bereits 2021 mit einer eigenen Marktforschung in Kooperation mit Studierenden der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin begonnen. Zuerst gab es eine qualitative Studie zu den Wohnbedürfnissen. Anschließend wurde eine quantitative Zielgruppenanalyse der Silver Ager (50-70 Jahre) und Golden Ager (70+ Jahre) in Bezug auf die Wohnbedürfnisse durchgeführt.

Den Wohnbedürfnissen der Generation 60+ auf der Spur

Der demografische Wandel und gesellschaftliche sowie technologische Entwicklungen sind wechselnde und wichtige Einflussfaktoren für die Ausgestaltung der Immobilienangebote für die Älteren und Längerlebenden. Dabei sind die Herausforderungen sowohl existierende Wohnformen auf die aktuellen, individuellen Bedürfnisse der Best Ager anzupassen als auch neue Wohnangebote zu entwickeln, die auch die Bedürfnisse von morgen berücksichtigen. Beide von DPF / Tertianum Premium Residences beauftragten Marktforschungen (qualitativ und quantitativ) wurden gemeinsamen mit der HWR (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin) entwickelt. Zum einen war das Ziel der Studien, die passende Ausstattung für zeitgemäße Wohnlösungen für Ältere und Längerlebende zu definieren. Zum anderen sollte auf dieser Basis ein Portfoliocheck der Tertianum Group vorgenommen werden bezogen auf das gewachsene Angebot für Silver Ager und Golden Ager.

Die Wohnbedürfnis-Studie und die Zielgruppenanalyse entstand zusammen mit einer Projektgruppe des Master-Studiengangs der HWR. Zusammenfassend sind die Erkenntnisse zu den tieferliegenden Wohnwünschen der älteren Generation in beiden Studien augenöffnend. Darüber hinaus machen beide Studienveröffentlichungen die Ergebnisse branchenweit zugänglich, sodass DPF / Tertianum neue Impulse für die Konzeption und Realisierung zukünftiger Wohn- und Fürsorge-Angebote im Markt setzen kann.

Die Studie als Generationenprojekt

Amelie Drews und ihr Team entschieden sich für eine Kooperation mit der HWR, weil die Tertianum Group schon seit vielen Jahren den Generationenaustausch in der Unternehmensphilosophie verankert hat. Dementsprechend wird dieser Dialog zwischen Jung & Alt mit vielen Projekten gefördert. Beispiele dafür sind „Student in Residence“, regelmäßig stattfindende Generation-Dinnern bis zur Podcast-Kooperation mit „Die Dritten – damit nichts verloren geht“. Darüber hinaus ermöglicht die Kooperation mit der HWR generell ein Aufeinanderzugehen der Generationen. Denn in der qualitativen Studie über die Wohnbedürfnisse der Generation 60+ konnten den Studierenden auch abseits geplanter Interviewfragen einen Perspektivwechsel durch die Gespräche mit den älteren Studienteilnehmern einnehmen. In diesem Sinne konnten in der diesjährigen Zielgruppenanalyse die qualitativen Aussagen mit den quantitativen Umfragewerten kombiniert und eine imposante Aussagkraft erzielt werden.

»Wir wollten für die qualitative und quantitativen Studie mit den Studierenden einer Hochschule kooperieren, um die jüngere Generation für die Wohnbedürfnisse von 25% unserer Gesellschaft zu sensibilisieren. Unsere Marktforschung wurde so ein echtes Generationenprojekt.«
Amelie Drews

Wer wurde wie befragt?

Die Interviewpartner der qualitativen Wohnbedürfnis-Studie waren Frauen und Männer aus ganz Deutschland im Alter zwischen 60 und 84 Jahren. Sie wurden in Tiefeninterviews nach ihrer aktuellen Lebenssituation, ihren Hobbys und Interessen, möglichen Gründen für einen Umzug sowie zu ihren Vorstellungen zu einer für sie idealen Wohnsituation befragt.

Das persönliche Fazit der Studierenden? Das sehen Sie hier im Video zum Projekt:

Wohnbedürfnis-Studie

Wie verändern sich die Wohnbedürfnisse der Generation 60+?

Erkenntnisse: Das sind die Wohnbedürfnisse der Generation 60+

Individualität & Selbstbestimmung sind die wichtigsten Auswahlkriterien für die passende Wohnform im Alter. Dafür nehmen die Studienteilnehmer auch einen Umzug in Kauf – zugunsten der Barrierefreiheit mit bedarfsorientierter Unterstützung. Angestrebt wird das Leben im Alter vermehrt in einer Wohnung, nicht in einem Haus: Hier dürfen der Komfort in der eigenen Wohnung zusammen mit hilfreichen Services nicht fehlen. Aber auch ein adäquates Raumangebot wünschen sich die Älteren. Weiterhin wurden die Wünsche zur Umgebung abgebfragt: Es darf grün sein und viel Abwechslung im direkten Umfeld mit hohem Freizeitwert bieten. Dabei schwankten die Wünsche bei der Lage von Stadtrand bis direkt im Stadtzentrum. Darüber hinaus wurden in der Studie weitere relevante Faktoren für die Wahl des Alterswohnsitzes eruiert:

Infografik zur Studie 'Wie verändern sich Wohnbedürfnisse der Generation 60+': Relevante Faktoren für die Wahl des Alterswohnsitzes. In abnehmender Wichtigkeit werden folgende Punkte dargestellt: 'Selbständigkeit/Barrierefreiheit'; 'Sportliche Aktivität'; 'Enge Bindung zur Familie'; 'Soziale Kontakte'; 'Nähe zu kulturellen Angeboten' sowie 'Nähe zu gastronimischen Angeboten'.

Die wesentlichen Erkenntnisse der quantitativen Zielgruppen-Analyse:

Die Zielgruppenanalyse bestätigte die wesentlichen Aussagen der Wohnbedürfnisstudie. Denn die Mehrzahl der 189 Befragten bestätigte den Wunsch nach Selbstbestimmtheit im Alter und einer sorgenfreien, sicheren und gleichzeitig vielseitig unterhaltsamen Wohnstätte für das Leben im Alter. Zusätzlich kristallisierten sich als wesentliche Erkenntnisse der quantitativen Zielgruppenanalyse heraus:

Der Zeitpunkt des Umzugs ist abhängig von den zunehmenden Herausforderungen im Alter. Erst wenn der Alltag nicht mehr zu bewältigen ist, wollen sich 66 % der Befragten mit einem Umzug auseinandersetzen. Der Zeitpunkt wird auch beeinflusst durch das gefühlte Alter der Generation 60+. Rund 70 der Befragten fühlen sich 10 Jahre jünger als ihr tatsächliches Alter. Wohin im Alter umgezogen wird, das ist wie in der Wohnbedürfnisstudie eindeutig der urbane und innerstädtische Raum.

Welche Gründe sind für einen Umzug entscheidend?

Im Zuge einer qualitativen Studie wurden die Studienteilnehmer auch nach den Gründen befragt, die sie im hohen Alter zu einem Umzug bewegen würden. Hier die Antworten im Überblick (Mehrfachnennungen möglich):

Infografik zur Studie 'Wie verändern sich Wohnbedürfnisse der Generation 60+'. Gründe, die Menschen im hohen Alter zu einem Umzug bewegen würden: Barierefreiheit (44%), Gesundheitliche Aspekte (40%), Angewiesenheit auf Unterstützung (40%), Nähe zur Familie gewünscht (20%), Verkleinerung notwendig (13%), Nähe zur Innenstadt gewünscht (13%)

In der quantitativen Studie finden sich einige deckungsgleiche Antworten zu den Umzugsgründen in der Zielgruppenanalyse:

Mögliche Umzugsgründe nach Motivation: 41% Barrierefreiheit, 37% auf Unterstützung angewiesen, 30% Einsamkeit, 28% Verkleinerung notwendig, 26% Nähe zur Familie gewünscht, 26% Nähe zur Innenstadt gewünscht, 23% Gemeinschaft, 18% mehr Sicherheit gewünscht

Die Wohnbedürfnisse der Generation 60+ bei der Ausstattung

Eine altersgerechte Ausstattung der Wohnung und der Wohnanlage, ist für die Teilnehmer beider Studien eines der zentralen Motive, um über eine Veränderung der Wohnsituation nachzudenken. Denn diese bedeutet einen Zugewinn an Komfort und Sicherheit. Weiterhin nannten die Probanden in den Interviews die folgenden drei Kriterien am häufigsten (Mehrfachnennungen möglich):

  • Die Wohnung im Alter sollte über einen kleinen Garten, einen Balkon oder eine Terrasse verfügen. (73%)
  • Die Ausstattung der Wohnung sollte barrierefrei, doch nicht möbliert sein, da eine Vielzahl der Probanden mit ihren eigenen Möbeln umziehen möchte. (60%)
  • Eine vollwertige Küche war 87% der Befragten außerordentlich wichtig.

 

 

„Das Konzept des klassischen Pflegeheims ist ein wichtiger Baustein zur Begegnung des demographischen Wandels – trifft aber nicht die individuellen Bedürfnisse der aktiven, lebensfrohen, vielseitigen und engagierten Älteren in unserer Gesellschaft. Der Bandbreite von gestaltbaren Wohnkonzepten gehört die Zukunft, denn die Vielseitigkeit der Älteren unserer Zeit wird zunehmen.“
Amelie Drews

Sie möchten mehr Details zu beiden Studienergebnisse über die Wohnbedürfnisse der Generation 60+ erfahren? Hier können Sie das vollständige Whitepaper zu Studie anfragen:

 

Kontakt
Ihre Ansprechpartnerin für weitere Details - treten Sie gerne mit mir in Kontakt
Amelie Drews, Head of Marketing & PR
Amelie Drews
Head of Marketing & PR