Arbeiten an der Rezeption

Im Interview: Nadine Santl, Rezeption

Die Rezeptionistin ist die erste oder letzte Ansprechpartnerin des Tages. Gibt es da ein Willkommens- und Auf-Wiedersehen-Ritual und was sind die Aufgaben dazwischen? Wir haben bei Nadine Santl aus der Tertianum Residenz Konstanz nachgefragt und einiges über ihren Beruf erfahren. Lesen Sie selbst.
Wie ist Ihr Willkommens- und Auf-Wiedersehen-Ritual?

Ich begrüße jeden Bewohner stets mit seinem Familiennamen und einem freundlichen Lächeln. Und beim Verabschieden wünsche ich immer »einen schönen Tag« oder Abend oder »ein schönes Wochenende«. Dazwischen erledige ich viel Sekretariats- und Empfangsarbeiten und arbeite anderen Abteilungen zu. Ich empfange Interessenten ebenso wie Bewohner und übernehme organisatorische Arbeiten. Und dann gibt es einige Finanzaufgaben, zum Beispiel das Residenzentgelt abrechnen, Nebenkosten erstellen, das Kassenbuch und einiges mehr.

Was zählt zu den wichtigsten Eigenschaften, die Sie für Ihren Job benötigen?

Ich finde, dass: Egal wer, egal was und egal wann, jeder die gleiche zuvorkommende Behandlung verdient und eine schnelle Bearbeitung seiner Wünsche und Probleme erwarten kann. Meist bedeutet das, dass sich Residenzbewohner, Teamleiter, Handwerker und das Telefon zeitgleich mit Ihren Anliegen am Empfang melden. Die Übersicht und einen kühlen Kopf behalten ist dann wichtig. In Eigenschaften also: Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und Koordinationstalent.

Die Tertianum Premium Residences stehen für ein hotelähnliches Ambiente auf Fünf-Sterne- Niveau. Wie hoch halten Sie das Niveau?

Durch meine hohe Dienstleistungsbereitschaft und Fachkompetenz und nicht zuletzt das einfühlsame Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Residenzbewohner trage ich einen großen Teil dazu bei ein Fünf-Sterne-Niveau zu halten.

Hinter jeder Arbeit steht ein gutes Team. Wie sieht das Teamwork an der Rezeption aus?

Wir sind ein kleines, aber sehr gut funktionierendes Team, bestehend aus sechs Frauen, die sich stets aufeinander verlassen können. Wir unterstützen und ergänzen uns nicht nur beruflich, sondern kommen auch menschlich miteinander sehr gut klar. Jede von uns hat ihren kleinen Aufgabenbereich, der aber ohne Probleme in einem Ernstfall von einer anderen übernommen werden kann.

»Mich hat es wegen der Liebe und des Jobs nach Konstanz verschlagen. Jetzt will ich hier am liebsten alt werden.«
Wie wurden Sie zum Dreh- und Angelpunkt der Tertianum Residenz Konstanz und welche Laufbahn haben Sie hinter sich?

Ja, das war Schicksal kann man sagen. Ich bin meinem heutigen Ehemann 2003 beruflich und natürlich auch privat nach Konstanz gefolgt, eigentlich in meinem erlernten Berufszweig in der Hotellerie. An meinem Besuchswochenende stand die Annonce vom Tertianum im Südkurier, den ich auch nur zufällig an der Fähre gekauft hatte, weil mir der Verkäufer direkt vor die Nase gesprungen ist. Ganz spontan habe ich eine Bewerbung zusammengebastelt, persönlich abgegeben und schon in den folgenden Tagen wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch und zum Probearbeiten eingeladen. Seit dem 01. Juni 2003 bin ich im Haus beschäftigt und ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich hier sehr gern alt werden möchte. Meine Laufbahn ist eigentlich recht unspektakulär: Nach dem Abitur wollte ich nicht direkt studieren, sondern etwas Handfestes machen. Und als ich dann 1999 Hotelfachfrau war, blieb ich gleich an der Rezeption und seit 2003 bin ich Empfangssekretärin hier.

Warum ist Tertianum Ihr Arbeitgeber?

Ich würde sagen, dass Tertianum im Laufe der vergangenen Jahre zu meiner zweiten Familie geworden ist. Das Haus und alle seine Bewohner sind mir ans Herz gewachsen, ebenso meine „Empfangsmädels“. Ich komme nach meinem Urlaub immer gern zurück ins Haus, auch wenn ich nie weiß, was mich erwartet oder was der nächste Tag bringt. Die Vielseitigkeit, sozusagen die »bunte Mischung« zwischen der Tätigkeit am PC und der Kontakt mit Menschen, ist für mich genau das Richtige.

 

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