Arbeiten im gastronomischen Service

Im Interview: Robert Unger, Servicefachkraft

Viel in Bewegung sein und immer alles im Blick behalten – stellen wir uns den Job als Servicefachkraft richtig vor? Wir haben Robert Unger gefragt, warum er im Service arbeitet und viel über seinen Beruf erfahren. Lesen Sie selbst.
Im Service tätig zu sein: Wie kann man sich diesen Beruf im Alltag vorstellen?

Nun, Laien denken häufig, dass Teller-rausbringen und Teller-abräumen die Tageshauptaufgabe einer Servicekraft in Residenzen ist. Dabei machen wir bei Tertianum Premium Residences einen Service wie im gehobenen Restaurant.

Und was unterscheidet Service in einer gewöhnlichen Residenz von Service in einer Tertianum Residenz konkret?

Wir gehen auf jeden Wunsch des Gastes ein und kennen Geschmäcker bereits vor der Bestellung. Ich weiss beispielsweise genau, welcher Bewohner seinen Kaffee mit oder ohne Milch und Zucker trinkt, welche Gewürze er zum Mittagessen zusätzlich bestellt. All das ist bereits erledigt, bevor der Wunsch geäußert wird. Und das ist in meinen Augen guter Service.

Guter Service heißt also jemandem die Wünsche von den Augen abzulesen?

Mitunter ja. Wir merken uns schlicht die Vorlieben unserer Gäste, damit sie sich umsorgt und Zuhause fühlen. Denn im früheren Zuhause wusste die Familie oder wussten Freunde genauso, ob jemand Brokkoli nun mag oder nicht mag. Unsere Bewohner sollen merken, dass Sie uns wichtig sind.

»Ein gutes Gedächtnis mitbringen und viel Aufmerksamkeit schenken, das ist die halbe Miete in meinem Beruf.«
Womit verbringen Sie die meiste Zeit bei der Arbeit?

Viel in Bewegung bin ich auf jeden Fall. Und da es eigentlich vier Essenszeiten in der Residenz gibt, bin ich im Schnitt viermal mit Serviceaufgaben bezüglich Speisen und Getränken beschäftigt. Dazwischen erledige ich kleinere Sachen, z.B. Servietten brechen oder Gläser polieren.

Hinter jeder Arbeit steht ein gutes Team. Wie sieht das Teamwork im Service aus?

Ich finde, dass gegenseitiger Respekt vor den Leistungen des anderen sehr wichtig ist. Man sollte Kollegen nicht das Gefühl geben, dass man mehr leistet oder besser ist. Stattdessen hilft man sich besser und unterstützt, nimmt Rücksicht auf zeitweise schwächere Stellen der Kollegen.

Welche Laufbahn haben Sie hinter sich?

Ich habe einen Realschulabschluss und dann eine Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe gemacht. Daran habe ich noch eine Ausbildung zum Restaurantfachmann angeschlossen und bin damit sehr zufrieden.

Warum ist Tertinaum Ihr Arbeitgeber?

Das Konzept der Tertianum Residenz hat mir von Anfang an imponiert. Die Mischung aus Residenz und Restaurant sowie das hohe Niveau des Dienstleistungsgedankens, das gefällt mir nach wie vor. Und ich mag es, dass man so einen persönlichen Bezug zu den Bewohnern pflegen kann.

 

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